Warum ich Trauerrednerin geworden bin
- Anke Elich
- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit
„Trauerreden? Du? Ist das nicht unglaublich traurig und belastend, sich immer wieder mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen? Du bist doch immer so viel am Lachen und so lebendig. Hochzeitsreden kann ich mir bei dir sofort vorstellen. Aber wie kommst du darauf, Trauerreden halten zu wollen?“
Diese Frage wurde mir in den vergangenen Wochen häufiger gestellt.
Über die Liebe zwischen zwei Menschen zu sprechen oder Kindern gute Wünsche auf den Lebensweg mitzugeben, ist aufregend, magisch und fabelhaft. So viele Träume und Erwartungen, die noch gelebt werden können.
Der Tod ist für mich das Ende eines Kapitels, das wir alle lesen werden.
Manche Kapitel enden zu früh, andere dürfen länger geschrieben werden.
Das Leben ist ein Kapitel mit bedeutungsvollen Ereignissen. Jeder hat seine einzigartige Persönlichkeit, besondere Vorlieben, Gewohnheiten, und natürlich ist jeder seinen ganz eigenen Lebensweg gegangen. Mit hoffentlich vielen Highlights und vielleicht auch ein paar Tiefschlägen. Unterschiedliche Träume und Ziele wurden verfolgt und gelebt.
Genau diese Geschichte möchte ich in einer Trauerrede erzählen.
Als Trauerrednerin ist es mein Wunsch, Angehörigen Raum zu geben, sich gemeinsam zu erinnern und den Menschen, den sie verloren haben, noch einmal auf besondere Weise zu würdigen. Dabei geht es nicht nur um die Trauer, sondern auch um all die schönen Momente, die einen Menschen ausgemacht haben.
Denn ein Abschied darf neben Tränen auch Wärme, Dankbarkeit und manchmal sogar ein Lächeln enthalten.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es sein kann, einer Trauerrede am Tag der Abschiedsfeier wirklich aufmerksam zu folgen. Zu viele Gedanken und Gefühle sind in diesem Moment präsent. Deshalb gebe ich den Angehörigen meine Rede anschließend gerne noch einmal in ausgedruckter Form mit. So besteht die Möglichkeit, sie in einem ruhigeren Moment noch einmal zu lesen und die Erinnerungen auf sich wirken zu lassen.
Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, Abschiede authentisch, persönlich und würdevoll zu gestalten.
Dabei ist mir eine vertrauensvolle und ehrliche Verbindung zu den Angehörigen besonders wichtig. Nur wenn Raum für persönliche Geschichten und Erinnerungen entsteht, kann eine Rede wirklich zu dem Menschen passen, von dem Abschied genommen wird.
Wenn ich mit Angehörigen über einen verstorbenen Menschen spreche, geht es für mich immer um mehr als nur um eine Trauerrede. Es geht darum, einen Menschen mit seiner Geschichte, seinen Besonderheiten und den Erinnerungen seiner Liebsten zu würdigen.
Wenn Sie gerade einen Abschied gestalten müssen und sich eine persönliche Begleitung wünschen, können Sie sich jederzeit gerne bei mir melden. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen und Sie auf diesem Weg zu begleiten.
Herzliche Grüße
Anke Elich




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